Die 12 Gebote

1. Dem Leithammel folgen
Routenvorschläge, Einkehrwünsche und Besichtigungsempfehlungen sind im Vorfeld der Ausfahrt vorzubringen. Jeder ist berechtigt, eine Tour zu planen und zu leiten. Er/Sie sollte sich jedoch vorher über die Anforderungen einer Tour-Leitung informieren. Am Tag des Ausritts ist dem jeweiligen Vorreiter Einwand-frei (!) zu folgen.
 
2. Widerstandslos abführen
Zum jeweiligen Tourstart bitte rechtzeitig erscheinen. Ein freiwilliger Euro Startgebühr ist möglichst ohne Gegenwehr und widerstandslos in die "Fish-Sau" abzuführen.
 
3. Volllaufen lassen
Zum Start der Ausfahrten ist stets mit vollem Tank zu erscheinen. Bei längeren Touren sind jeweils nach ca. 150 km Nachfüllstopps einzuplanen.
 
4. Im Gänsemarsch fortbewegen
Während der Fahrt ist die Reihenfolge einzuhalten und unnötiges Überholen zu unterlassen. Auf ausreichenden Sicherheitsabstand zum Vordermann ist ebenfalls zu achten (siehe Nummernschild vom Road-Captain), daher leicht versetzt fahren. Sobald sich der Corso zu sehr in die Länge zieht, unverzüglich aufschließen, besonders nach Ampeln, Ortsdurchfahrten etc.
 
5. Die Hintermänner observieren
Jeder sollte seinen Hintermann im Auge behalten. Wenn dieser nicht mehr im Spiegel zu sehen ist, langsamer fahren bzw. an geeigneter Stelle stehen bleiben und auf ihn warten, besonders beim Abbiegen. Dieses Vorgehen "spricht" sich normalerweise bis vorne durch.
 
6. Im Rotlichtmilieu pärchenweise auftreten
An roten Ampeln, Stopp-Schildern etc. möglichst in Zweier-Reihen einordnen und anfahren, damit diese zügig und geschlossen passiert werden können. Beim Beschleunigen die ursprüngliche Reihenfolge wieder herstellen.
 
7. Nicht mit Rindviechern knutschen
Da die Fish-Bikers bevorzugt auf ländlichen Nebenstrecken unterwegs sind, ist jederzeit mit verschmutzten Straßen (Sand in der Kurve, Kuhfladen, in der Vor- und Nachsaison auch Glatteis) oder Tieren (z. B. Katzen oder Rindviecher) auf der Fahrbahn zu rechnen.
 
8. Einen fahren lassen
Wenn sich mal ein "Fremdling" (Auto etc.) zwischen die Fish-Bikers gemogelt hat, ist diesem eine Abfuhr zu erteilen, indem ihm ein gefahrloses Überholen ermöglicht wird (z. B. durch äußerstes Rechts-Fahren und Vorbeiwinken).
 
9. Gegen ein Verfahren keinen Einspruch einlegen
Sollte den Fish-Bikern einmal ihr eigener Road-Captain entgegenkommen, dann handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Sackgasse oder eine unvorhergesehene Sperrung wegen eines Festes. Oder er wollte den Fish-Bikern einfach mal eine Baustelle oder einen abgelegenen Bauernhof mit idealer Wendemöglichkeit zeigen. In einem derartigen Fall, welcher sicherlich sehr selten vorkommt, ist nicht am Rad zu drehen, sondern dem Road-Captain mit einem Lächeln und einer zum Biker-Gruß erhobenen linken Hand zu entgegnen. Missbekundungen sind in den eigenen Helm zu murmeln. Der Mittelfinger hat sich nicht merklich von den anderen Fingern abzuheben.
 
10. Im Grenzbereich fahren
Da die Fish-Bikers-Touren des öfteren und teilweise auch unverhofft in Grenznähe zu Tschechien verlaufen, ist für einen eventuellen Grenzübertritt stets ein gültiger Personalausweis mitzuführen.
 
11. Vorsorglich Haferl mitnehmen
Jeder Fish-Biker sollte auf Tour eine Tasse oder ein Blech-Haferl mitnehmen, damit er bei einer Pause im Road-Cafe nicht leer ausgeht. Kuchenspenden sind übrigens sehr willkommen (nach Absprache).
 
12. Nicht zu fest reinhauen
In der Regel gibt's bei den Fish-Bikers-Touren einen Einkehrstopp. Dieser ist möglichst nur zu "Kaffee-und-Kuchen" oder kleinen Brotzeiten zu nutzen, damit man anschließend wieder schneller in Fahrt kommt. Schließlich soll ja der Weg das Ziel sein. Den Ranzen vollhauen kann man sich dann im Anschluss an die Tour beim gemütlichen Zusammensein.
 
Im Übrigen erfolgt die Teilnahme an den Fish-Bikers-Touren auf eigene Gefahr. Für die Einhaltung der StVO und der StVZO ist jeder selbst verantwortlich. Für eventuelle Schäden haftet der Teilnehmer selbst bzw. dessen Versicherung.